, Sedleger Hansjörg

Perros-Guirec

Perros-Guirec, wer hat schon davon gehört?!

Nach Jersey stellt sich die Frage, wo wir auf dem Weg zur Westspitze der Bretagne Zwischensation machen wollen. Jens studiert Handbücher und kommt zum Schluss, dass Perros-Guirec ein interessanter Hafen wäre. Ich finde die Idee zuerst ziemlich mässig gut. Gemäss Karte führt die Einfahrt über eine beträchtliche Strecke trockenfallenden Landes und es wird vor dem engen Tor gewarnt, das in den Hafen führt. Gemäss Handbuch hätten wir in diesem Tor auf beiden Seiten nur etwa 75 cm Luft.

Aber ein bisschen Abenteuer macht ja Spass und so segeln wir nach Perros-Guirec. Das trockenfallende Land erweist sich als eine sehr schöne Bucht mit zu unserer Ankunftszeit weitaus genügend Wasser. Das enge Eingangstor wurde durch eine breite Einfahrt ersetzt. Der Hafen ist nur locker belegt und wir suchen uns einen angenehmen Liegeplatz.

Kaum haben wir festgemacht, stehen vier Zollbeamte auf dem Steg, die uns kontrollieren wollen. Wir müssen die IDs zeigen, werden ausgiebig interviewt und die Zöllnerin trägt alles sauber in ein Formular ein. Von einer Inspektion unserer Kajüte sehen sie aber ab. Später sehen wir, dass es einer anderen Crew weniger gut ging. Deren Boot wurde ausgiebig untersucht. Offenbar haben wir keinen allzu schlechten Eindruck auf die Beamten gemacht.

Wir essen in einem nahegelegenen Restaurant. Auf dem Weg zurück zum Hafen sehen wir die Bucht nun mit viel weniger Wasser. Im Hafen bleibt genügend Wasser durch eine Mauer, die bei unserer Ankunft noch unter dem Wasserspiegel verborgen war.