Jersey
Jens und Thorsten sind am Samstag Abend nach einer anstrengenden Zugfahrt in Cherbourg eingetroffen. Der Wetterbericht kündigt für den Sonntag Winde an, die die Rundung des Cap de la Hague erlauben würden. Danach werden sie ungünstig. Beim Abendessen diskutieren wir die verschiedenen Optionen und beschliessen, dass wir am morgigen Sonntag früh auslaufen werden. Der frühe Start wird wiederum durch die Tiden bestimmt. Ursprünglich wollten wir auf der Insel Guernsey Zwischenstation machen, aber wir entscheiden uns für das weiter im Süden gelegene Jersey. Von Guersey aus hätten wir mit starken Winden aus Südwest zu kämpfen gehabt, Jersey und der Weg von dort entlang der Nordküste der Bretagne sind vor diesen Winden durch die Landmasse geschützt.
Wir laufen in den Hafen von St. Helier, der Hauptstadt von Jersey, zu rechten Zeit ein. Wir haben bequem Wasser unter dem Kiel und werden von einer freundlichen Dame in einem Schlauchboot zu einer Anlegestelle geführt. Ein paar Stunden später ist die Hafeneinfahrt geschlossen. Im Hafen bleibt genug Wasser um die Schiffe schwimmen zu lassen, draussen sinkt der Wasserstand weit unter die Schwelle, die das Wasser im Hafen hält. Nebenan gibt es ein zweites Hafenbecken ohne eine solche Schwelle, Dort liegen die Boote jetzt trocken auf dem Schlamm. Dieser Tidenhub hat auch seine Vorteile wie man in den Fotos sehen kann. Ein Eigner reinigt sein Unterwasser mit seiner Hilfe.
In St. Helier gönnen wir uns einen Hafentag. Wir nehmen den Bus und machen einen Ausflug nach Gorey and der Ostküste der Insel. Auf der Fahrt sieht man immer wieder schöne Küstenlandschaften. Bei Ebbe sehen sie besonders malerisch aus. Auch St. Helier ist schön. Die Stadt wie auch unsere Marina sind gut ausgestattet und gepflegt. Man bekommt den Eindruck, dass es auf der Insel genügend finanzielle Mittel gibt.