Cherbourg
Der Weg von Saint Vast-la-Houge führt zuerst nach Norden und dann um die Pointe de Barfleur nach Westen an die nördliche Küste der Normandie. Das geht nur mit dem Tidenstrom. Der setzt erst am Nachmittag in unsere Richtung. Deshalb Auslaufen um 15:20 Uhr. Es hat schwachen Wind von vorne. Da der Tidenstrom noch nicht da ist, beschliessen wir, die Segel zu setzen und ein bisschen aufzukreuzen. Wir segeln also bei schönem Wetter gemütlich dahin. Nach einer Weile stellen wir fest, dass wir nicht schlecht Strecke gegen Norden gut machen. Der Tidenstrom beginnt zu wirken und unser Track auf dem Plotter sieht super aus. Wir kreuzen die ganze Zeit auf aber die Wendewinkel sind phänomenal (s. Bild).
Abends um halbneun laufen wir in den Hafen von Cherbourg ein. Cherbourg hat eine riesige Rade. Eine Ecke davon ist gesperrt für die französiche Marine, in einer anderen Ecke sind die Fischer zu Hause, es gibt Fähren und eine Marina für uns. Dort erwischen wir den letzten freien Platz. Der Hafen ist voller englischer Yachten. Cherbourg ist für sie ideal, wenn sie den Ärmelkanal überqueren.
In Cherbourg bleiben wir einige Tage. Am Samstag werden Jens und Thorsten eintreffen und unsere Crew für die kommenden schwierigen Teilstücke verstärken. An unserem zweiten Tag in Cherbourg läuft auf einmal die Havannah mit Bärbel und Ralf ein. Sie haben eine Saare 38 und haben Eckernförde zur gleichen Zeit verlassen wie wir.
Während unserer Anwesenheit liegen vier Jachten mit Namen "Pen Duick" im Hafen. Das sind einige der Rennyachten, die die französische Segellegende Eric Tabarly hat bauen lassen. Leider habe ich zu spät daran gedacht, sie zu fotografieren. An dem Tag war nur noch eine davon da.